„Im vorletzten Jahr habe ich mich aus meinem aktiven Berufsleben verabschiedet und bin seitdem häufiger in Südafrika anzutreffen. Ich hatte schon immer viele Interessen, also habe ich auch viel ausprobiert. Da, wo ich geboren wurde, spielt Chemie eine große Rolle, so auch an der ersten Station meines Berufslebens. Doch bald wollte ich raus, die Welt entdecken. Weil ich gerne reise, dabei viel über Land, Leute und die Natur erfahren will, landete ich später bei einer Zeitschrift, die genau das zum Thema hat. Ich machte Reportagen und Projekte und eines der ambitioniertesten davon war es, den wilden Kaffee aus Äthiopien den Kaffee-Connaisseuren in Europa anzubieten. Über das Projekt, dessen Erfolg viele überraschte, habe ich Jörg Scholz kennengelernt. Wir trafen uns in Hamburg, als ich noch bei der GEO war. Er behauptete (und war recht überzeugend dabei), seine Arbeit könne beitragen, den Regenwald zu schützen. Wie er das meinte, sah ich ein paar Wochen später. Er hatte sich einige Anzeigen für unseren Verein GEO schützt den Regenwald e.V. überlegt, die uns so gut gefielen, das wir sie in der GEO veröffentlichten. Einige Monate später nahm ich eine neue Stelle an. Ich wurde Direktor vom Berlin Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung. Weil eine meine ersten Amtshandlungen die Verschlankung des Namens war, brauchten wir auch bald ein neues Logo. Ich erinnerte mich an Jörg Scholz (so lange war es ja ehrlich gesagt auch noch nicht her ...), rief ihn an, er hatte Zeit, wir trafen uns – und die Erfolgsgeschichte unserer Zusammenarbeit begann. Unsere Studien seit dem Erscheinen von „Deutschland 2020 – die demografische Zukunft der Nation“ im Jahr 2004, erregten immer wieder großes Aufsehen in der ganzen Republik (und mittlerweile auch darüber hinaus). Manche behaupten, das habe das Institut zu einem großen Teil der Gestaltung durch Jörg Scholz zu verdanken. Darüber sollte sich jeder eine eigene Meinung bilden und sich einfach mal einige Studien ansehen, die auf der Website des Instituts zum Download bereitliegen.

Reiner (67), Stellenbosch, Südafrika

Eine Idee

bewährt sich über

viele Jahre

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