Ein alltägliches Wort, das alle Menschen immerzu benutzen, aber doch ein Begriff, der genau so schwer zu fassen ist wie z.B. „Liebe“. Ich glaube sogar, dass die Idee verwandt ist mit der Liebe. Sogar die Wörter sehen sich ein bisschen ähnlich. Für mich ist eine Idee nicht ein beliebiger Einfall, sondern die Lösung eines handfesten Problems. Das Problem kann auch ganz banal sein.

 

(Grundriss Wohnzimmer)

 

Ich habe mal drei Tage lang überlegt, wie wir ein neues Möbelstück ins bestehende Wohnzimmer integrieren könnten. Wir hatten erst eine Lösung, die mich nicht zufrieden stimmte. Ich habe nicht die ganze Zeit bewusst darüber nachgedacht, aber diese Unzufriedenheit begleitete mich unterschwellig über Stunden und Tage. Eigentlich sollte ich mich freuen, wenn ich das neue Sofa sah, aber ich wurde immer unglücklicher. Dann wusste ich plötzlich, wie es funktionieren würde (ich hatte also die Idee). Sofort machten wir uns ans Werk und stellten noch mal alles um. Die ganze Anspannung fiel von mir ab, alles wurde „stimmig” (und da waren sich alle Familienmitglieder und sogar Alexander, Freund und Architekt, den wir vorher zu Rate gezogen hatten, einig).

 

Vielleicht wäre ich sogar schneller auf diese Lösung gekommen, wenn ich Stift und Papier benutzt hätte. Ich behaupte: Fast alle Probleme lassen sich zeichnerisch lösen. Wahrscheinlich, weil man dann beide Hirnhälften einbezieht. Mehr dazu in diesem Blogartikel.

 

Der Prozess, der zu einer Idee führt, ist ein wenig rätselhaft.

Was ist das über-

haupt, eine „Idee“?